Cambridge, Foto: Kirsten Drew / Unsplash

East of England – Weite Horizonte und stille Schönheit

Während im Westen Englands die Berge wachsen und in London die Großstadt rauscht, liegt East of England wie ein stilles Gegenbild: eine Landschaft, die sich fast unendlich weit ausdehnt, flach, von Wasser durchzogen, leise – und genau deshalb faszinierend. Hier schlägt das Herz von Cambridge, dem Norfolk Broads National Park und einer Küste, die kaum ein Reiseführer wirklich kennt.

Wo liegt East of England?

Die Region erstreckt sich nordöstlich von London und umfasst Grafschaften wie Norfolk, Suffolk, Essex, Cambridgeshire, Hertfordshire und Bedfordshire. Mit dem Zug erreicht man viele Orte bequem in weniger als zwei Stunden von der Hauptstadt aus – und doch fühlt es sich an, als sei man in einer anderen Welt.

Cambridge – akademische Eleganz

Die wohl bekannteste Stadt der Region ist Cambridge. Hier radeln Studenten in schwarzen Talaren über uralte Brücken, während auf der Cam die Boote („Punts“) vorbeigleiten. Ein Spaziergang durch die Colleges fühlt sich an, als wäre man in einem Harry-Potter-Film gelandet. Besonders schön: ein Besuch der King’s College Chapel, deren gotisches Gewölbe zu den beeindruckendsten Englands zählt.

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Norwich – Mittelalter trifft Moderne

Die Hauptstadt von Norfolk ist eine Stadt voller Gegensätze: mittelalterliche Gassen, eine gewaltige Kathedrale und gleichzeitig ein junges, kreatives Lebensgefühl. Cafés, Street Art und Boutiquen prägen das Bild. Norwich gilt als „City of Stories“ – und genau das spürt man an jeder Ecke.

Die Norfolk Broads – Wasserlabyrinth für Genießer

Ein Highlight der East of England sind die Norfolk Broads: ein riesiges Netz aus Flüssen und Seen, die sich wie Kanäle durch die Landschaft ziehen. Ob mit dem Boot, dem Fahrrad oder zu Fuß – hier erlebt man eine Natur, die entschleunigt. Wer Ruhe sucht, findet sie hier garantiert.

Küste und Strände – von Seebädern bis Vogelparadies

Die Küste der East of England ist abwechslungsreich und erstaunlich wild. In Southwold stehen farbenfrohe Strandhütten, Aldeburgh lockt mit Musikfestival und Fischbuden direkt am Strand, und in Norfolk finden sich weite Sandstrände wie in Holkham, die an Sommertagen fast mediterran wirken. Vogelbeobachter zieht es ins RSPB Titchwell Marsh Nature Reserve – ein Paradies für Naturfreunde.

Essex & Hertfordshire – näher an London, aber anders

Viele verbinden Essex nur mit Klischees aus britischen TV-Shows – dabei bietet die Grafschaft wunderschöne Küstenstädte wie Maldon oder historische Bauten wie Audley End House. Hertfordshire wiederum punktet mit herrschaftlichen Gärten, alten Herrenhäusern und einer Nähe zu London, die perfekt für Kurztrips ist.

Fazit – eine Region für Entdecker

Die East of England ist keine Region, die laut auf sich aufmerksam macht. Sie ist leise, weit und charmant – und genau deshalb so besonders. Cambridge verführt mit akademischer Eleganz, Norwich mit Geschichten, die Küste mit Natur, und die Broads mit absoluter Ruhe. Wer England abseits der großen Postkartenmotive erleben will, ist hier genau richtig.

Mein Tipp: Plane die East of England als Kontrastprogramm zu London ein. Erst der Trubel der Metropole, dann die Stille der Wasserwege – ein Reiseerlebnis, das du so schnell nicht vergisst.



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