Windsor Castle, Foto: Simon Hurry / Unsplash
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Die Royals in Windsor – Schloss, Tradition und Anekdoten

Es gibt Orte, die wirken wie aus einem Geschichtsbuch – und doch pulsiert dort das Leben von heute. Windsor Castle besuchen heißt, die älteste und größte noch bewohnte Burg der Welt zu erleben, nur eine halbe Stunde von London entfernt. Hier residiert die britische Königsfamilie noch heute, hier wurden Könige begraben, hier heirateten Prinzen – und hier kann jeder einfach eintreten.

Schon bei der Anfahrt fällt das gewaltige Gemäuer ins Auge, das sich über die Stadt erhebt. Und wer die lange Auffahrt hinaufblickt, ahnt: Hier lebt Geschichte – und manchmal auch ein bisschen Klatsch.

Windsor Castle besuchen – Schloss mit 1.000 Jahren Geschichte

Windsor Castle wurde um 1070 von Wilhelm dem Eroberer erbaut. Ursprünglich als Festung gedacht, ist es seitdem ununterbrochen königliche Residenz. Jede Epoche hat ihre Spuren hinterlassen: von der mittelalterlichen Rundturm-Silhouette über die georgianischen Fassaden hin zu modernen Restaurierungen nach dem großen Brand von 1992.

Besonders eindrucksvoll ist die St George’s Chapel. Hier ruhen zehn Monarchen, darunter Heinrich VIII. und Queen Elizabeth II. – und hier heirateten Harry und Meghan 2018. Ein Bauwerk voller Symbolik, das sowohl in Stein als auch in Herzblut Geschichte trägt.

Tradition trifft Moderne

Man spürt Windsor Castle nicht nur als Museum, sondern als lebendige Residenz. Wenn Charles III. anwesend ist, weht die königliche Standarte vom Turm. Und die Wachablösung vor den Toren ist ein Schauspiel, das Tradition atmet und zugleich Touristenmagnet ist.

Gleichzeitig öffnet sich das Schloss der Welt: Führungen, große Empfänge, sogar ein Online-Shop. Die Royals sind eben längst eine Marke – und Windsor ihr prachtvoller Showroom.

Interessant zu wissen

  • Windsor Castle* umfasst rund 1.000 Räume. Natürlich sind nur wenige für Besucher zugänglich – aber allein die State Apartments sind überwältigend.
  • 1992 brannte ein großer Teil des Schlosses ab. Die Queen bezeichnete das Jahr später als ihr „Annus horribilis“. Die Restaurierung kostete rund 40 Millionen Pfund.
  • St George’s Chapel ist Sitz des Hosenbandordens – der exklusivsten Rittergesellschaft des Königreichs.

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Skurriles und Modernes

Windsor ist nicht nur steinerne Kulisse, sondern auch Bühne für royale Anekdoten:

  • Prinz Philip war berühmt dafür, Gäste mit trockenen, manchmal schroffen Sprüchen zum Lachen (oder Erröten) zu bringen.
  • William und Kate verbringen mit ihren Kindern viel Zeit auf dem Schlossgelände – angeblich lieben George, Charlotte und Louis es, in den Gärten zu picknicken.
  • Und Harry soll als Teenager so manches Mal über die Schlossmauer geklettert sein, um inkognito nach London zu entwischen.

Windsor erleben

Wer Windsor besucht, sollte Zeit mitbringen:

  • Die State Apartments mit ihren Kronleuchtern, Wandteppichen und Gemälden von Rembrandt und Rubens.
  • Die St George’s Chapel – am besten im Rahmen einer Andacht, wenn die Chorknaben singen.
  • Ein Spaziergang durch den Windsor Great Park, einst königliches Jagdrevier, heute Landschaftsidylle.

Q&A – Häufige Fragen zu Windsor Castle

Kann man Windsor Castle besichtigen?
Ja, große Teile sind für Besucher geöffnet. Tickets gibt es online oder direkt am Eingang.

Wie oft sind die Royals wirklich in Windsor?
Charles III. nutzt Windsor Castle oft am Wochenende. Auch die verstorbene Queen Elizabeth II. zog es dorthin – sie verbrachte hier ihre letzten Jahre.

Wie gelangt man nach Windsor?
Von London Paddington und Waterloo fährt man in etwa 30–40 Minuten direkt in die Stadt. Mit dem Auto erreicht man Windsor über die M4.

Was kostet der Eintritt?
Rund 30 Pfund für Erwachsene, Kinder zahlen etwa die Hälfte. Tipp: Das Ticket gilt ein Jahr lang als „Jahreskarte“, wenn man es am Ausgang abstempeln lässt.

Welche Veranstaltungen finden in Windsor statt?
Höhepunkt ist der jährliche Royal Windsor Horse Show, ein Fest für Pferdeliebhaber – royales Publikum garantiert.

Fazit

Windsor ist kein Ort, den man bloß „abhakt“. Es ist ein Fenster in die königliche Welt – zwischen Tradition und Moderne, zwischen Krone und Alltag. Wer England besucht, sollte sich die Chance nicht entgehen lassen, hier ein Stück lebendiger Geschichte zu erleben.



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